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Neuigkeiten
03.07.2020, 09:30 Uhr | Übersicht | Druckansicht
Pressemeldung zum „Wahnsinn des Tages“

Für große Aufregung sorgte heute eine Meldung, derzufolge die CSU und die Freien Wähler im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags Blasmusik in Biergärten verboten hätten.

Fakt ist: Die Grünen hatten im Wirtschaftsausschuss den Antrag gestellt, „Kulturveranstaltungen im Gastro-Bereich, wie z.B. Blasmusik, Jazz oder Kabarett unter Einhaltung von Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen wieder zu ermöglichen“. Tatsächlich wurde dieser Antrag mit der Mehrheit der Stimmen abgelehnt. Aber nicht etwa, weil Blasmusik im Biergarten nicht erlaubt werden soll, sondern weil der Antrag unnötig ist, weil Blasmusik im Biergarten seit 15. Juni bereits wieder erlaubt ist!



Die Präsidenten der großen bayerischen Blasmusikverbände Manfred Ländner, MdL (NBMB), Franz Josef Pschierer, MdL (ASM) und Dr. Marcel Huber, MdL (MON) stellen sich hinter den Beschluss des Ausschusses: „Kultur ist im Bereich der Gastronomie seit 15. Juni wieder erlaubt, daher ist dieser Antrag sowieso überflüssig“, betont NBMB-Präsident Manfred Ländner. Natürlich gebe es entsprechende Auflagen, aber von „Grabesruhe im Biergarten“, wie in einigen Medien zu lesen war, oder von einem „Blasmusikverbot durch die CSU“ könne überhaupt keine Rede sein.

Prinzipiell gilt: Steht der gastronomische Betrieb beispielsweise in einem Biergarten im Vordergrund, gelten die Vorschriften für die Gastronomie – eine Besucher-Höchstzahl gibt es dann beispielsweise nicht. Steht wie bei einem Kabarett oder einer konzertähnlichen Veranstaltung der kulturelle Beitrag im Vordergrund, gelten die Vorschriften für den Kulturbetrieb, beispielsweise die Höchstzahl der Besucher (100 drinnen, 200 draußen). „Es kommt einfach darauf an, ob es sich um eine kulturelle Veranstaltung mit gastronomischem Angebot handelt oder um einen Gastronomiebetrieb mit beispielsweise musikalischer Untermalung“, erklären die Blasmusik-Präsidenten im Unisono. Und entsprechend gelten eben die seit 15. Juni bekannten Vorschriften für Gastronomie oder kulturelle Veranstaltungen.

BBMV-Präsident Peter Winter mahnt zur Besonnenheit: „Wir Blasmusiker sollten die Ruhe bewahren und uns nicht in einen politischen Schaukampf verwickeln lassen, der nur Unfrieden stiftet. Die Krise ist noch nicht vorbei, wie man beispielsweise am Beispiel der USA sieht, wo nach frühen Lockerungen nun jeden Tag Rekordwerte bei den Neuinfektionen vermeldet werden. Wir haben inzwischen wieder akzeptable Möglichkeiten für den Blasmusik-Restart bekommen. Natürlich sind wir noch nicht bei unserem Wunschziel angekommen, aber wo wir einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten können, sollten wir diesen Beitrag leisten. Ich kann unseren bayerischen Blasmusikerinnen und Blasmusikern nur zurufen: Bleibt vernünftig, bleibt wachsam, macht so viel Musik, wie es unter den gegebenen Umständen möglich ist – und bleibt vor allem gesund!“ 

© Blasmusikverband Vorspessart e. V.